Muster schulbaurichtlinie schleswig holstein

Eine Schulreform im Mai 1946 eliminierte das von der Weimarer Republik geerbte dreiteilige Sekundarschulsystem, das die Schüler in berufliche, leitende und akademische Laufbahnen unterteilte. Weitere Reformen in den Jahren 1958 und 1959 etablierten 10 Jahre Schulpflicht in der Polytechnischen Schule, die alle Schüler nach einem einheitlichen Lehrplan ohne militaristische, rassistische, religiöse oder imperialistische Lehren besuchten. Die Schüler der Klassen 7 bis 10 arbeiteten ein paar Stunden pro Woche, um sich an die industrielle Produktion zu gewöhnen und Solidarität mit der Arbeiterklasse zu entwickeln. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein ist für 803 öffentliche Schulen im Land zuständig. In den 1950er und frühen 1960er Jahren förderten ostdeutsche Pädagogen ihre Bemühungen, Bildung zu nutzen, um die soziale Klasse zu stürzen. Die Errungenschaften der Bauern und der Arbeiterklasse wurden in der Geschichte, der Literatur und den Sozialwissenschaften hervorgehoben. Kinder, deren Eltern der Arbeiter- und Bauernklasse angehörten, erhielten den Vorzug bei der Zulassung zur Hochschulbildung, während kindern, deren Eltern sich der Sozialistischen Einheitspartei widersetzten, der Zugang verwehrt werden konnte. Einige Nachkommen von Angestellten, die Landaristokratie, Feinde des sozialistischen Staates und einige Anhänger der organisierten Religion wurden in Lehrlingsschiffe und Fabriken geschickt. Arbeiter- und Bauern-Fakultäten, die von 1946 bis 1962 existierten, wurden für Arbeiter, ehemalige Soldaten und zurückkehrende politische Gefangene angeboten. Etwa 25 Prozent aller Universitätsstudenten haben über diesen Weg eine Hochschulausbildung abgeschlossen. Nach und nach wurde der Prozess der gesellschaftlichen und politischen Selektion durch polytechnische Schulen und die Freie Deutsche Jugend in allen Bildungseinrichtungen durchgeführt; Die Arbeiter- und Bauern-Fakultäten wurden eingestellt. Nur etwa 12 Prozent der Schüler des Landes setzten ihre Ausbildung an der Universität fort, denn die Führer des Landes schützten vor dem Entstehen einer übergebildeten, unterbeschäftigten Elite, die eine Rebellion schüren könnte.

Nicht jeder konnte die politischen Einschränkungen der akademischen Freiheit akzeptieren. Zwischen der Gründung des Landes 1949 und dem Bau der Berliner Mauer 1961 zogen rund 2.700 Universitätsfakultäten und 35.000 Studenten nach Westen. Im Bildungspolitischen hat die Landesregierung ein Umfeld für ein qualitativ hochwertiges und leicht zugängliches Schulangebot geschaffen. Im August 2007 wurden die ersten Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein eingeführt.